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04.09.2010 EKZ Cup Hinwil, Rennen auf eigener Strecke! Für einmal kein Marathon.

Die ganze Woche kämpfte ich mit grosser Müdigkeit und schweren Beinen. Die drei langen Marathon Rennen (Eiger Bike, Grand Raid und dann auch noch der Nationalpark Marathon) haben meinen Körper und auch meinen Rennfahrergeist ausgelaugt. Der Sieg vom Samstag konnte ich zwar geniessen, doch die lange Saison und die vielen Rennkilometer führen dazu, dass ich mich kaum noch von den Rennen erhole und ich immer müder werde. Diese Woche konnte ich gerade zwei lockere Trainings fahren und den Rest verbrachte ich mit Ausruhen und Arbeiten. Morgen Sonntag steht ein ganz spezielles Rennen bevor. Der EKZ Cup in Hinwil. Die Strecke führt genau um unser Haus und am Freitag und heute Samstag hatte ich die Strecke gebaut und so versuchte ich, den Fahrern eine attraktive aber auch nicht allzu schwierige Strecke zu bieten. Es sollte ja auch für Einsteiger möglich sein und vor allem der Fun steht dabei im Vordergrund. Ob ich bei meinem Heimrennen starten werde, entscheide ich Morgen früh. Ich werde auf jeden Fall bei den Kids Kategorien (Soft, Cross und Pfüderis) als Vorfahrer voraus fahren. Beim EKZ Cup steht vor allem der Nachwuchs im Vordergrund. Es wäre kuul und schön, wenn ich den Einen oder Andern von euch an der Strecke sehe. Ob meine Beine Morgen frisch genug sind für ein Cross Country Rennen, davon lass ich mich mal noch überraschen. Der Start der "Kleinen" ist um 11 Uhr, bevor zum Elite Rennen um 13 Uhr gestartet wird.

 

Neues Stöckli Fully von 2011 getestet!

In der vergangenen Woche durfte ich bereits das brandneue Fully von 2011 testen. Das <<Morion>> Carbon! Ein von der Geometrie her komplett neu überarbeitetes Fully und gegenüber dem aktuellen DS-11 kaum wieder zu erkennen! Das Bike macht einfach nur Spass zum fahren und ist extrem direkt auf den Trails. Das steile aber tiefe Oberrohr bietet eine sehr aufrechte Haltung und ist somit sehr bequem und angenehm für längere Touren! Mit dem Morion wurde von der Firma Stöckli ein neues, konkurrenzfähiges Bike für die Zukunft entwickelt, welches auch uns Rennfahrern optimalen Komfort und die nötige Aggressivität für den Renneinsatz bietet!

 

 

28.08.2010 Rang 1 bei der 104 Kilometer langen Schlammschlacht

Als ich heute um 4.15 Uhr in Scuol aus dem Hotelfenster schaute, da hatte ich zwar nicht gerade Freude als ich den starken Regen sah, aber damit ging die Welt für mich auch nicht gleich unter. Ich musste um 5 Uhr aufs Postauto, welches mich zu meinem Start in Fuldera (Münstertal) shuttelte. Auch in Fuldera war die Situation nicht gerade angenehmer. So behielt ich beim Start auch gleich alle meine langen Kleider an. Der Start ging ich dann verhalten an, doch als es nach gut 2 Kilometer in die Steigung ging, zog ich das Tempo an und nach kurzer Zeit hatte ich nur noch einen Begleiter. Zusammen erreichten wir den ersten Berg. Im Val Mora konnte ich mich dann in den flowigen Trails absetzen, der Einzige der mir im Weg stand war irgend ein Motorradfahrer, welcher nicht zum Rennen gehörte und es nach meinen Rufen, dass er mal aus dem Weg solle in die "Büsche und Tannen" verschlug. Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. Im zweiten Aufstieg nach Alpisella konnte Leuzinger wieder zu mir aufschliessen. Wieder erreichten wir zusammen den Pass, doch nach der folgenden Abfahrt war ich wieder alleine unterwegs. So fuhr ich meinen Rhythmus weiter Richtung Chaschauna Pass, dem Dach des heutigen Rennens. Kurz vor der Verpflegung und dem Beginn des langen Aufstiegs konnte Leuzinger erneut zu mir aufschliessen. Doch kaum waren wir in die Steigung gefahren, riss seine Kette und ich war wieder alleine. Mir war klar, dass ich dies mit grösster Wahrscheinlichkeit bis ins Ziel bleiben würde, denn mein Vorsprung war schon ziemlich gross auf die nächsten Verfolger. Ich fuhr mein meist gehasster Aufstieg (auf dem Bike ist der Spruch "je steiler desto geiler" halt nicht wie bei uns Dachdeckern auf dem Dach) zum knapp 2700 Meter hohen Gipfel bewusst nicht am Anschlag, da ich die Kraft zum Schluss im Engadin brauchen würde. Die Abfahrt war dann Fun puur. Eine einzige Schlammschlacht und Rutschpartie, doch es machte Spass. Noch immer regnete es sehr stark und ich war noch nie so froh um meine langen Kleider, da hatte ich heute die Richtige Wahl getroffen und so hatte ich auch kein einziges Mal kalt während dem Rennen. Die restlichen gut 50 Kilometer nach Scuol war ich dann damit beschäftigt, die Fahrer der kurzen Strecken mit Rufen aus dem Weg zu schaffen und mein Tempo konstant zu halten. Am meisten Mühe hatte ich mit meinen etwas empfindlichen Augen. Durch den vielen Dreck konnte ich durch meine Brille nichts mehr sehen und mit den dreckigen Handschuhen schaffte ich es auch nicht, sie zu reinigen. Auf diesen 50 Kilometern verging mir dann regelrecht die Freude am Rennen und ich wollte einfach nur ins Ziel kommen. Es machte mir einfach keinen Spass mehr. Nach 4 Stunden 40 Minuten und 9 Sekunden konnte ich das Rennen mit über 7 Minuten Vorsprung gewinnen. Die 104 Kilometer und 2870 Höhenmeter waren heute bei diesen Bedingungen wirklich extrem kräftezehrend und Hut ab von Allen, die das heutige Rennen zu Ende gefahren sind, egal auf welchen Strecken!

Ich merkte heute noch immer die Strapazen des Grand Raid und konnte einfach nur noch meinen Rhythmus fahren. Tempoverschärfungen und Rhythmuswechsel vertrage ich nicht mehr. Ob ich nächste Woche bei meinem Heimrennen, dem EKZ Cup Rennen in Hinwil starten werde, lass ich deshalb mal noch offen. Die lange Saison und vielen Marathonrennen haben meine Schnelligkeit genommen und ich weiss nicht, ob ich ein Cross Country Rennen erfolgreich bestreiten kann. Dieses Jahr bin ich erst zwei solche Rennen gefahren, - und dies war im April!

(Das Bild ist der Zieleinlauf vom Eiger Bike)

 

27.08.2010 Mein Lieblingsrennen steht bevor! Nationalpark Bike Marathon

Ehrlich gesagt ist es mir noch ganz und gar nicht ums Rennen fahren. Die ganze Woche schaffte ich es am Morgen kaum aus dem Bett. Ich fühlte mich ausgelaugt und es breitete sich eine Leere in mir aus. Heute Freitag habe ich immer noch dieses Gefühl, doch es geht mir wieder etwas besser. Der Grand Raid hat tiefgreifende Spuren hinterlassen. Gut, es ist auch langsam aber sicher "Herbst" meiner Saison und meine Beine, welche in diesem Jahr schon unzählige Rennkilometer abgespult haben erholen sich nicht mehr wie gewünscht von den Rennen. Trotzdem steht mit dem Nationalpark Bike Marathon von Morgen Samstag mein Lieblingsrennen vor der Tür. Hier habe ich meinen ersten Marathon als 15 Jähriger bestritten. Schon damals war ich auf der 104 er Strecke von Fuldera aus gestartet. Zweimal konnte ich das Rennen bei den Junioren gewinnen, beim ersten Mal wurde ich als Anfänger bei den Junioren zusammen mit meinem Bruder Dritter, vor zwei Jahren im Overall Zweiter und letztes Jahr konnte ich es im Overall gewinnen. Auch dieses Jahr strebe ich natürlich wieder einen Sieg an. Ich werde das letzte Mal von Fuldera aus starten. Meine Startnummer 1001 ist auf jeden Fall vielversprechend, mal schauen, ob auch die Beine dementsprechend drehen.

 

21.08.2010 Hart, härter, Grand Raid!!! 7. Rang nach 7 Std. 24 min. Fahrzeit!!

Zuerst gleich mal sorry zum langen Text, aber bei der Rennlänge wird auch der Rennbericht dementsprechend, (smile)!

Als ich heute Morgen um 3 Uhr meine "Zopfbrötlis" mit Honig in den Mund stopfte, da fragte ich mich schon das erste Mal, was ich hier eigentlich mache. Als ich mich dann um 5.30 Uhr aufs Bike setzte, um mich warm zu fahren, da bestätigten mir die verschlafenen Gesichtern (welche ich in der Dunkelheit zwar nur schlecht erkennen konnte), dass ich an einem sehr speziellen und eigentlich etwas "abartigen" Rennen teilnehmen würde. Der Start erfolgte um 6 Uhr und noch immer war es dunkel und in Verbier waren wahrscheinlich die meisten Menschen noch im warmen Bett. Vor mir und den gut 400 anderen Startern lagen 137 Kilometer und unglaubliche 5680 Höhenmeter. Das Starterfeld war sehr stark und ich wollte einfach so lange wie möglich an der Spitze mitfahren. Nach dem ersten Berg war die Spitzengruppe noch ziemlich gross, irgendwie hatten alle ziemlichen Respekt vor der Distanz. Beim zweiten Anstieg wurde dann die Gruppe immer kleiner und nach der darauf folgenden Abfahrt hatte sich die Spitzengruppe heraus kristallisiert. Dabei waren neben uns drei Stöckli Fahrer (Zahnd, Huber und mir) Alex Moos, Roger Beuchat, Lukas Buchli und die beiden Bulls Fahrer Karl Platt und Thomas Dietsch. So langsam aber sicher war das Rennen lanciert und vor den Singletrails und nach den Abfahrten wurde gebrettert was das Zeug hielt. In einem technischen Aufstieg mit einem längeren Singletrail fuhr ich lange Zeit im roten Bereich und konnte nur mit Mühe den Anschluss halten. Buchli erlitt einen Hinterraddefekt und fiel zurück. So waren wir noch eine 6er Spitzengruppe. Ich fühlte mich eigentlich immer noch gut, doch das Ziel wollte einfach nicht näher kommen. Ein Blick auf die Uhr, schon 4 Stunden Fahrzeit und immer noch über 3 vor mir! Beim drittletzten Berg, dem Madelon wurde dann vom späteren Sieger Platt ein sehr hohes Tempo angeschlagen. Ich hatte grosse Mühe, doch dann fiel plötzlich Beuchat ab. Ich kämpfte noch etwas weiter, doch kurz vor der Verpflegung musste auch ich reissen lassen. Mir war klar, dass es mich im weiteren Rennverlauf bei dem hohen Tempo hinstellen würde. So fuhr ich meinen eigenen Rhythmus, in der Hoffnung, vielleicht später nochmals einen Fahrer einzuholen. Vor mir lagen ja noch 3 Stunden. So fuhr ich die Abfahrt nach Evolène alleine und suchte danach meine Pace, mit welcher ich sicher über den Pas de Lona kommen würde. Zu Beginn des letzten Aufstiegs zum berühmten Pas de Lona holte mich dann Buchli wieder ein und ich konnte sein Tempo nicht halten. Zu präsent waren die Erinnerungen zum letzten Jahr, wo ich an genau dieser Stelle vor Erschöpfung beinahe aufgegeben hatte. Nach dem langen Kiesaufstieg kam ich zur Alp ??, wo mein Läufer mich schon erwartete. Von da weg gings den ruppigen Aufstieg zur Tragpassage hinauf. Mein Läufer zeigte mir den Weg mit der Ideallinie, denn diese hätte ich alleine nicht mehr wirklich gefunden. Er füllte meine Trinkflasche und bahnte mir den Weg durch die langsameren Fahrer der Kurzstrecke. Da kam sie dann doch noch, die gut 20 minütige Tragpassage, wo ich mein Bike schultern musste und die steinige Geröllhalde hinauf tragen musste. Ich war am Ende, doch mein Läufer und die vielen Zuschauer puschten mich an und "prügelten" mich mit ihren Schreien regelrecht den Berg hoch. In diesem Abschnitt erreichte ich die drittschnellste Zeit. Nach der Laufpassage folgte eine kurze Abfahrt und dann noch einmal ein allerletzter Aufstieg, bevor es die lange und ruppige Abfahrt ins Ziel nach Grimentz führte. Ich riskierte nicht mehr Alles und nach 7 Stunden 24 Minuten erlöste mich der Zielstrich von sämtlichen Qualen und Schindereien. Ich war schlicht am Ende meiner Kräfte! Am meisten Freude hatte ich, dass ich nie einen wirklichen Einbruch erlitten habe und mir das Rennen perfekt einteilte. Gut 100 Kilometer lag ich mit an der Spitze und am Ende in diesem Feld auf den siebten Rang zu landen, damit bin ich mehr als zufrieden. In der Kategorie Herren schaffte ich es sogar auf den dritten Rang, wo wir als Stöckli Team einen Dreiffachsieg feierten. Zahnd gewann die Wertung vor Huber und mir, obwohl diese Kategorie ja eigentlich ein bisschen ein "Witz" ist. Es war ein unglaubliches Rennen und einfach ein riesen Erlebnis! Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Betreuern des Stöckli Teams für ihren Einsatz und den super Support bedanken! Das Rennen hat mir gezeigt, dass ich wieder fit bin und stimmt mich zuversichtlich auf das nächste Rennen vom kommenden Samstag, mein Lieblingsrennen, der Nationalpark Bike Marathon!

 

18.08.2010 Grand Raid als nächstes Ziel

Am kommenden Samstag werde ich mich wieder einmal einer richtig krassen Herausforderung stellen. Der Grand Raid Cristalp, das ultra harte Marathonrennen über 137 Kilometer und 5680 Höhenmeter, welches von Verbier nach Grimentz führt, steht vor der Tür. Letztes Jahr nahm ich das erste Mal an diesem mega Rennen teil. Die Erinnerungen sind noch sehr präsent, denn einen solchen Einbruch werd ich nicht so schnell vergessen. Letztes Jahr kam ich meinen physischen Grenzen so nah, wie noch nie und ich habs bis heute auch nicht mehr so weit geschafft. Vielleicht werd ich am kommenden Samstag erneut meine absolutes Maximum kennen lernen. Ich werde auf jeden Fall auf der Langdistanz starten und schauen, was dabei rausschaut. Per du mit dem "Hammermann" bin ich ja bereits, hehe! Die letzten beiden Tagen (Montag/Dienstag) habe ich statt einem Ruhetag nach dem Eiger Bike nochmals fast 11 Stunden im Regen trainiert und die Beine drehten wieder so, wie ich mir das eigentlich auch am Sonntag gewünscht hätte! Jetzt hoffe ich nur noch, dass ich den Schwung für den Samstag mitnehmen kann.

 

15.08.2010 Rang 2 bei der Eiger Bike Challenge, leider hat's nicht ganz gereicht

Als ich heute Morgen um 5 Uhr aus dem Fenster schaute, da war mir klar, dass heute die Meisten lieber im warmen Bett liegen geblieben wären. Es regnete ziemlich stark und die Temperaturen waren auch nicht grad der Hit. Mir war es ziemlich egal, ich fahre noch gerne bei diesen Bedingungen und als ich dann warm angezogen am Start stand, da konnte ich es kaum erwarten, bis es los ging. Für mich war klar, heute gibt's nur der Sieg. Ein dritter und zweiter Platz hatte ich schon, na gut die zwei Siege bei den Junioren hatte ich hier auch, doch die schönen Kuhglocken gibts ja nur im Overall Klassement. Mir fehlte also nur noch die grösste, diejenige des Siegers und genau diese musste heute her! Ich setzte mich auch gleich an die Spitze und fuhr meinen Rhythmus. Doch natürlich blieben die ersten Kilometer noch alle zusammen. Beim letzten Restaurant (Wetterhorn) erhöhte ich dann kurz das Tempo und fuhr danach wieder meinen Rhythmus. Ich schaute bewusst erst nach gut einem Kilometer das erste Mal zurück. Ich hörte zwar hinter mir steht's Sax, doch dass wir schon zu Beginn des ersten langen Aufstiegs zur grossen Scheidegg nur noch zu zweit waren, damit hatte ich nicht gerechnet. Doch mir war's natürlich recht und ich fuhr weiter mein Tempo. Dies blieb dann praktisch die ganze Zeit bis zur steilen Rampe zum Bort, gut 35 Kilometer lang so. Ich war noch immer davon überzeugt, dass es heute aufgehen würde, doch dann war plötzlich Schluss. 15 Kilometer vor dem Ziel, etwa 200 Meter vor dem Bergpreis beim Bort war mir so, als ob jemand den Stecker ausziehen würde. Ich dachte mir, dass ich vielleicht nach dem Bergpreis nochmals aufschliessen kann, doch ein Fahrfehler, welcher neben der Strecke in einem Zaun endete zeigte mir, dass ich nicht mehr mein Kopf und Kragen riskieren sollte, da ich die Lücke heute nicht mehr schliessen könnte. So erreichte ich das Ziel auf Rang 2. Ich war klar enttäuscht, denn mein Ziel war ein anderes. Anscheinend hab ich doch noch nicht ganz alle Körner beisammen und Sieger Sax war heute bei der entscheidenden Rampe schlicht der Stärkere.

 

12.08.2010 Langsam wieder beim Alten

So langsam aber sicher bin ich wieder fit. Nachdem ich am Wochenende praktisch Nichts gegessen habe, war ich am Montag ziemlich ausgelaugt aber meine Bauchschmerzen waren fast weg. Ich hatte mein Auto letzten Mittwoch bei Teamkollege Urs geparkt und musste es ja irgendwie wieder zu mir bringen. So setzte ich mich am Montag gegen den Abend nach langem Hin und Her doch noch aufs Rennrad und versuchte, die 50 Km (Haha) hinter mich zu bringen. Natürlich ging absolut gar nichts und ich fuhr wie bei einer Sonntagstour dem Zürichsee entlang bis nach Thalwil. Von dort aus wurde es hart, denn ich musste den Albis überqueren, hehe! So ganz ohne Kraft ein echtes Hindernis! Meine Compact Kurbel und das leichte Rennrad versagten nicht und ich schaffte die Albispasshöhe. So, jetzt musste ich nur noch nach Affoltern und dann über einen kleinen Hügel und dann hatte ich es geschafft! Tatsächlich, ich kam an! Nach Fast 2,5 Std. und ich war ziemlich stolz! Wenn ich das hier so schreibe, kommen mir die Geschichten von "Brägel" aus der Zeitschrift Tour in den Sinn. Eine kleine Runde aber je nach dem erlebt man ziemlich viel!

Am Dienstag konnte ich auch wieder arbeiten und am Abend ging ich wieder einmal Schwimmen. Ich überquerte wie so oft den Pfäffikersee und war überrascht, wie gut es ging. Doch nach 2,5 der ca. 2,8 Kilometer musste ich dann feststellen, dass ich noch nicht 100 % bei Kräften war. Am Mittwoch gab ich auch nochmals der Arbeit den Vorrang und verzichtete aufs Training. Heute Donnerstag wollte ich nun wieder mit dem Training starten. Ich kann zwar wieder lange trainieren, doch die Power ist noch nicht zurück. Ich hoffe nun fest, dass ich bis am Sonntag all meine Körner wieder gesammelt habe, damit ich am Eiger Bike in Grindelwald wieder kämpfen kann! Ich werd all die verbleibenden IXS Classic Rennen auf der Kurzstrecke fahren. Da ich erst eines der 8 Rennen gefahren habe und schon 3 auslassen musste, muss ich die verbleibende 4 Rennen alle zu Ende fahren, damit ich in die Gesamtwertung komme. Und die, so war mein Ziel zu Beginn der Saison, möchte ich auch dieses Jahr noch einmal gewinnen!

 

08. August 2010 / Kein WM Rennen, frühzeitige Heimreise aus St.Wendel

Ich bin einfach nur enttäuscht und eigentlich fehlen mir die Worte. Statt heute beim WM Rennen zu starten und zu fighten, bin ich krank zu Hause. Schon am Mittwoch und Donnerstag fühlte ich mich total schlecht. Am Freitag trainierten wir nochmals gut zwei Stunden auf der Strecke. Nach 1,5 Std. hatte es mich erneut "parkiert" und ich bin kaum noch ins Hotel zurück gekommen. Am Abend wurde es immer schlimmer. Ich hatte starke Glieder- und Kopfschmerzen. Dazu kam noch Fieber und die Nacht auf Samstag hatte ich nur mit Müh und Not hinter mich gebracht. Am Samstagmorgen war ich total ausgelaugt und die Bauchschmerzen wurden eher stärker. Nach dem Mittag probierte ich kurz aufs Bike zu sitzen, doch nach 5 Kilometer brach ich die Übung ab. Meine Eltern waren aus ihrem Urlaub mit dem Camper von England zurück gekehrt und wollten eigentlich mein Rennen schauen. Ich beschloss dann noch am Samstag mit ihnen nach Hause zu fahren. Ein sehr bitterer Moment, doch für mich war es der richtige Entscheid. Ich konnte den ganzen Samstag praktisch nichts essen und heute Sonntag sind meine Bauchschmerzen und Übelkeit wieder sehr stark. Dazu kommt, dass ich mittlerweile ziemlich ausgelaugt bin und so wäre ein Start sinnlos gewesen.

Ich bin einfach nur enttäuscht, doch dieses WM Rennen war offensichtlich ein Rennen zu viel für mich. Ich habe meinen Körper in den letzten zwei Monaten ziemlich gefordert und vielleicht ein wenig überstrapaziert. Schade, dass es genau an diesem Wochenende so kommen musste! Ich möchte mich trotzdem beim Team für die gute Vorbereitung und die schönen Tage in St. Wendel bedanken! Nun werd ich Alles daran setzen, dass ich in einer Woche bei der Eiger Bike Challenge in Grindelwald wieder fit bin!

 

5. August 2010 / Optimales Wetter vor dem WM-Rennen ;-(

Gestern Morgen sind wir mit dem Team nach St. Wendel gereist. Am Nachmittag konnten wir bereits die erste kurze Runde auf der Strecke drehen und einen ersten Eindruck sammeln. Die Strecke ist vom Profil her ähnlich wie diejenige an der EM. Ein ständiges Auf- und Ab, nur fehlen die schönen Trails. Heute sind wir die zweite Runde des Rennens, gut 54 Kilometer abgefahren. In der Nacht hatte es teilweise sehr kräftig geregnet und der Boden war nass und die Aufstiege teilweise sehr klebrig und kräftezehrend.

Es wird also voraussichtlich ein sehr hartes Rennen und leider habe ich den Eindruck, dass da etwas im Anmarsch ist. Ich fühlte mich heute schwach und ausgelaugt. Schauen wir mal was möglich ist .

 

Marathon WM als nächstes Ziel 

Nach einer Woche Funkstille meld ich mich wieder zurück zum schreiben. Nachdem ich in Riva nach dem Rennen noch etwas die erfolgreiche Transalp und unseren zweiten Rang bei der Schlussetappe gefeiert hatte, reiste ich am Sonntag nach einer kurzen Nacht direkt nach Jesolo. Die Bikes schickte ich jedoch mit dem Team zurück in die Schweiz und packte stattdessen nur meine Badehose und ein paar schicke Kleider ein. Mit meinen Kollegen Silvio und Marcel (auch beide Biker) konnten wir bis am Mittwochabend den Strand und das schöne Wetter geniessen. Doch dann war uns das „Herumliegen“ schon wieder verleidet und wir fuhren wieder nach Hause. Mir war das auch gleich recht, hatte ich doch ein enormes Schlafmanko nach den 4 Tagen und erholt war ich somit noch kaum. Ich brauchte allerdings einfach mal ein wenig Distanz zum Training und somit kam auch die professionelle Einstellung halt mal etwas zu kurz. Am Donnerstag und Freitag startete ich dann aber wieder mit dem Training. So konnte ich übers Wochenende nochmals einen anständigen Trainingsblock absolvieren und das schöne Wetter liess auch auch in der Schweiz den „Badigang“ zu!

 Nun werde ich am kommenden Mittwoch nach St. Wendel DE reisen, wo ich am Sonntag zu meiner ersten Marathon Weltmeisterschaft starten werde. Das Rennen wird über 107,93 Kilometer und 2556 Höhenmeter führen. Leider gibt es keine separate U23 Wertung. Ich werde einfach mein eigenes Rennen fahren und mal schauen, was dabei rausschaut.

 

 

MISSION CRAFT BIKE TRANSALP 2010

24. Juli 2010 / Letzte Etappe

Madonna di Campiglio – Riva, 74,97 km 1770 Hm, Rang 2

Als ich heute Morgen am Start stand, da bin ich beinahe erfrohren. Es blies ein sehr starker Wind und war enorm kalt, aber der Himmel war blau, womit ich optimistisch in die letzte Etappe startete. Meine Beine fühlten sich auch heute wieder super an. Thom und ich hatten uns gestern einen Plan zurrecht gelegt, falls wir gute Beine haben sollten und uns nochmals Viel vorgenommen. Die ersten 15 Kilometer des Rennens waren neutralisiert und führten nur bergab. Danach folgte der erste Berg, bei welchem wieder etwas über 1000 Höhenmeter zu vernichten waren. Kaum gings bergauf, wurde gleich wieder gefahren was das Zeug hielt. De Bertolis und Felderer vom Team Full Dynamix wollten anscheinend die Etappe um jeden Preis gewinnen. Ich dagegen musste ziemlich kämpfen, damit ich in der fünf Teams umfassenden Spitzengruppe bleiben konnte. Dann, Mitte des Aufstiegs erlöste mich Karl Platt, indem er mit ein paar Worten den beiden Tempobolzern zu verstehen gab, dass er anscheinend nicht sehr gewillt war, grün und blau auf der letzten Etappe ins Ziel zu kommen. Danach bestimmte Platt das Tempo und wir blieben nach dem ersten Berg und der langen Abfahrt in der Spitzengruppe. Somit kamen wir unserem Vorhaben, bei Kilometer 60 und beim Beginn des letzten Anstieges eine Attacke zu starten, immer näher. Punkt bei Kilometer 60 suchte ich den Blickkontakt mit Thom, doch zum selben Zeitpunkt starteten die beiden Fully Dynamix Fahrer einen erneuten Angriff, denn anscheinend hatten sie denselben Plan. Total am Anschlag fuhren wir den beiden nach und wir konnten uns von den drei anderen Teams (Bulls, Merida und Adamello) absetzen. Was auf dem letzten Berg folgte, war für mich ziemlich schmerzvoll. Doch ich wollte unbedingt noch einmal einen Podestplatz und so quälte ich mich bis zur erlösenden Abfahrt. Der Singletrail war schlicht brutal und ich war nicht mehr bereit, dasselbe Risiko wie die beiden Italiener einzugehen und liess reissen. Den zweiten Platz hatten wir sowieso auf Sicher, denn nach der Abfahrt sollte nur noch der 5 Kilometer flache Schlussteil folgen. Doch kaum aus dem Trail gekommen, da hatte ich keine Luft mehr im Hinterrad. Ich konnte es kaum glauben und war der Verzweiflung nahe. Kurz anhalten, Patrone rein, danach 300 Meter fahren, zweite Patrone rein, doch es half nichts. So fuhr ich auf der Felge runter, bis ich ein Ersatzrad bekam. Erstaunlicherweise wurden wir bis zu dem Zeitpunkt noch nicht mal eingeholt von den anderen Teams. Doch durch den Wechsel verloren wir nochmals Zeit und die andern schlossen wieder auf. Zu sechst schossen wir dann über die Fläche, dem Ziel entgegen. Während sich Platt und Sahm auf den letzten Metern feiern liessen, erbten wir von den Merida Fahrern Kugler und Genze mit einer sehr fairen Geste den zweiten Platz, womit sich mein Leiden doch noch bezahlt gemacht hatte. Ein unbeschreibliches Gefühl, nach 8 Etappen in Riva einzufahren. Dass es sogar nochmals zu einem weiteren Podestplatz gereicht hatte, macht mich extrem glücklich. Der fünfte Gesamtrang bei meiner ersten Transalp und bei dieser Besetzung, damit habe ich mein persönliches Ziel übertroffen.

Die vergangenen 8 Tagen waren einfach genial und unbeschreiblich. All diese Eindrücke, die wunderschönen Etappenorte und die schönen Strecken liessen mich die sauren Beine vergessen! Ich konnte so viele Erfahrungen sammeln und viele neue, sehr nette Menschen kennen lernen und ich denke, dass mich dieses Rennen nochmals einen Schritt weiterbringen wird. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei unseren Betreuern (Urs Schaller, Stefan Götti und Hansruedi Zahnd) für ihren Einsatz und den super Support bedanken. Ebenfalls möchte ich mich bei meinem Masseur Andy bedanken. Ihr seht, meine Leistung alleine bringt nichts, es braucht ein Gesamtpaket, damit ein solches Rennen erfolgreich gefahren werden kann.

23. Juli 2010 / 7.Etappe

Male – Madonna D.C., 47,73 km 2321 Hm, Rang 5

Als ich heute Morgen erwachte war mir gleich klar, dass es mir heute sehr gut laufen würde. Die Knieschmerzen von gestern waren nicht mehr so stark und meine Beine fühlten sich sehr gut an. So wollte ich nach dem Start auch gleich meine Ambitionen auf den Tisch legen und setzte mich an die Spitze. Die ersten 500 Höhenmeter fuhr ich praktisch immer von der Spitze aus. Ich hatte ein super Gefühl und auch die Tastsache, dass die Italiener Celestino und Deho abgefallen sind, stimmte mich positiv. Nach der ersten Abfahrt folgte ein längeres Flachstück. Dabei war keines der fünf übrig gebliebenen Teams wirklich scharf auf Führungsarbeit und so fiel das Tempo auf eine Sonntagsausfahrt zusammen. Somit war auch logisch, dass die Italiener wieder aufschliessen konnten. Doch ich war mir sicher, dass wir heute einen top fünf Rang holen werden, denn von jetzt an gings praktisch nur noch bergauf. Ich fuhr auch den zweiten Berg erneut ganz vorne und schnell waren wir wieder die fünf Teams der ersten Rennstunde. Der Auftsieg war mehr als brutal und Thom hatte heute nicht ganz so gute Beine. So liessen wir die Spitze ziehen und fuhren unseren eigenen Rhythmus. Teilweise mehr als 20 % Schottersteigung liessen unsere Beine schmerzen, doch wir lagen diesmal sicher auf dem fünften Rang. Nach der Abfahrt hatte ich dann noch eine Schrecksekunde. Ich kam mit gut 40 km/h aus dem Trail auf die Hauptstrasse geschossen, da fuhr ein schlafender Hobby Biker (Zuschauer) vor mich rein. Ich hatte keine Chance, weder zum bremsen, noch zum ausweichen und so schoss ich vollgas in ihn rein. Beide gingen zu Boden, doch zum Glück passierte mir nichts. Ein tragischer Moment bot sich dann 300 Meter vor dem Ziel. Leider waren die letzten kurven vor dem Ziel nicht gut gesichert und da lag plötzlich Thomas Stoll auf dem Boden. Er war in Führung liegend frontal mit einem Auto zusammen gestossen. Wir erreichten das Ziel somit auf dem vierten Rang, wurden jedoch als fünfte gewertet. Zurzeit weiss ich noch nicht, wie es Stoll geht und ob sie Morgen zur letzten Etappe starten können. Ich wünsche ihm an dieser Stelle einfach nur das Beste und hoffe, dass ihm nichts Schlimmes zugestossen ist. Mich selber plagen auch heute wieder Knieschmerzen, doch ich bin zuversichtlich, dass es für Morgen nochmals reichen wird.

22. Juli 2010 / 6.Etappe

Ponte di Legnol – Male, 72,61 km 2363 Hm, Rang 6

Als ich das Höhenprofil der heutigen Etappe anschaute, da stellte ich mich auf eine eher einfache Etappe ein. Doch ich sollte mich geirrt haben. Nach dem Start gings zuerst auf einer Teerstrasse bergauf. Das Tempo war sehr hoch und auch die Gesamtzweiten BiXS hatten ein wenig Probleme. In einer kurzen aber technischen Abfahrt nach ca. 6 Kilometern zischte es schon wieder bei meinem Hinterrad. Als es wieder auf die Teerstrasse ging, da spritzte mir die „Dichtungsmilch“ ans Bein. Das kann und darf doch nicht wahr sein. Doch ich hatte heute Glück, denn nach 200 Metern standen unsere Betreuer und ich konnte gleich das Rad auswechseln. Den Anschluss an die Spitze konnte ich dann schnell wieder herstellen, doch nicht für lange, denn der folgende über 1000 Höhenmeter lange Aufstieg war einfach nur krass. Teilweise extrem steile Rampen und loser Untergrund liessen mich leiden. Doch ich konnte bis zu oberst mit den BiXS Fahrern Buchli und Stoll auf Position 4 und 5 fahren. Die folgende Abfahrt war einfach nur geil und machte riesig Spass, doch wir mussten unsere Begleiter, die heute auf ihre Fullys setzten ziehen lassen. Den zweiten Aufstieg fuhren wir dann alleine doch in der folgenden Abfahrt konnten uns die Italiener Deho und Celestino leider wieder einholen. Es ist zum verrückt werden. Bergauf hängen wir sie ab und in jeder Abfahrt schliessen sie wieder auf. Beim dritten Anstieg hatte ich eine kurze Kriese und musste reissen lassen. So fuhren wir die lange Schlussabfahrt wider alleine. In der Fläche konnten sogar nochmals zwei Teams mit Udo Bölts und Uwe Hardter zu uns aufschliessen. Doch beim letzten kurzen Anstieg 5 Kilometer vor dem Ziel setzten wir uns nochmals ab und erreichten das Ziel auf Rang 6. Dies ist im Moment unser Platz, mehr liegt nicht drin.

21. Juli 2010 / 5. Etappe

Livigno – Ponte di Legno, 106,87 Km 3'461 Hm, Rang 7

Die heutige Etappe sollte mit 106 Kilometern und 3'461 Höhenmetern die Königsetappe bilden. Gleich nach dem Start gings den ersten Berg hoch. Eine beinahe 20 % Durchschnitts Steigung auf Schotter. Leider erwischte ich keinen so guten Start und fand mich ziemlich weit hinten nach den ersten Kehren wieder. Die ersten 5 Teams von gestern zogen auch heute schnell davon und wir fanden uns wieder mit dem Bulls 2 Team Böhme / Dietsch. Nach einer kurzen Abfahrt folgte gleich der zweite Aufstieg. Ein enorm kräftezehrender Trail, doch wir konnten ein wenig aufholen und auf dem obersten Punkt hatten wir nur noch ca. 100 Meter Rückstand auf die Spitze. Nach wenigen Metern in der Abfahrt hörte ich dann Thomas Zahnd rufen. Gleich war klar, dass etwas nicht in Ordnung war. Plattfuss! Ein scharfer Stein hatte sein Vorderrad aufgeschlitzt. Die Reparatur brauchte Zeit und es konnten uns ein paar Teams überholen. Nach der Abfahrt folgte ein längeres Flachstück. Wir konnten zur Verfolgergruppe aufschliessen, doch genau in dem Moment knallte es in meinem Hinterrad. Durch den enormen Staub konnte ich den Stein nicht sehen und so war mein Hinterrad aufgeschlitzt. Was für ein Pech! Erneut verloren wir viel Zeit beim reparieren und in der folgenden Verpflegungsstelle musste ich dann nochmals mein Hinterrad wechseln, da der Schlauch aus dem Pneu schaute. Was darauf folgte war einfach unglaublich. Wir flogen förmlich dem Ziel entgegen und konnten aus Position 25 nochmals bis auf den siebten Platz vorfahren. In der Gesamtwertung verloren wir allerdings einen Platz und liegen nun auf dem sechsten Gesamtrang. Die heutige Strecke war schlicht genial. 5 Stunden lang Biken wie aus dem Bilderbuch, schlicht genial!!

20. Juli 2010 / 4. Etappe

Scuol – Livigno, 73,91 Km 2377 Hm, Rang 7

Phu, heute Morgen schaffte ich es ein wenig weniger gut aus dem Bett, doch als ich das super Morgenbuffet sah, gings mir wenigstens für den Moment ein wenig besser. Beim Einfahren fühlte ich mich dann gar nicht so schlecht und ich freute mich auf die heutige Etappe nach Livigno. Die Strecke war dieselbe, wie diejenige des Nationalpark Marathons. Ich brauchte mir somit kein Höhenprofil auf den Lenker zu kleben. Nach dem Start wurde auch gleich los gebrettert und ich hatte schon da meine ersten Probleme. Im Single Trail, dem obersten Teil des ersten Berges drehte ich schon ziemlich im roten, doch es gab ja keine andere Wahl. Von Fuldera nach Val Mora konnten sich dann 5 Teams aus dem Staub machen. Ich konnte leider nicht mitgehen und so fuhren wir mit Bulls 2 nach Alpisella. Irgendwie konnte ich mich wieder fangen und flog den Aufstieg hoch. Oben hatten wir uns abgesetzt, doch in der Abfahrt schafften Dietsch und Böhme den Anschluss wieder. Auf den Sprint um Platz 6 verzichteten wir, dafür durften wir uns im Windschatten von Dietsch auf der Fläche verstecken.

19. Juli 2010 / 3. Etappe

Ischgl – Scuol, 73,64 Km 2504 Hm, Rang 3

Als ich heute Morgen zum Frühstück lief, da wusste ich gleich, dass es heute gut gehen würde. Ich fühlte mich super und dieses Gefühl hatte ich auch noch um 9 Uhr an der Startlinie. Gleich nach dem Start führte es heute auf das Idjoch, auf über 2'700 Meter und somit auch über das „Dach“ der Transalp. Der Aufstieg war extrem steil. Ich merkte bald, dass ich einen super Rhythmus fahren konnte und setzte mich an die Spitze. Ich fuhr und fuhr und keiner konnte schneller als ich!! So übernahm ich für den gesamten mittleren Teil die Führung. Als dann Stoll plötzlich aufs Tempo drückte, da schaute ich mich mal um und da waren tatsächlich nur noch Stoll, Buchli, Felderer, De Bertolis und Thom und ich. Leider musste ich im letzten Abschnitt die beiden BiXS und Full Dynamix ziehen lassen. Das Idjoch passierten wir als drittes Team. Unser Vorsprung auf die beiden Merida Fahrer und auf die Gesamt Vierten Italiener Deho und Celestino war nicht sehr gross und beide konnten wieder zu uns aufschliessen. Die beiden Bulls Teams waren jedoch klar hinter uns. Im zweiten Aufstieg konnte ich erneut das Tempo machen, doch in der folgenden Abfahrt konnten die Italiener erneut aufschliessen. So blieb der Rennverlauf bis nach Scuol unverändert. Thom und ich wollten unbedingt einen Podestplatz. Doch wir waren drei Teams und es war nur noch Rang drei möglich. So musste ein Sprint entscheiden. Es lief perfekt für uns und wir konnten den Sprint für uns entscheiden. Das meine Eltern im Ziel standen, freute mich umso mehr. Das es ausgerechnet auf der Schweizer Etappe und in einer meiner Lieblingsgegend für einen Podestplatz gereicht hatte, machte das ganze fast perfekt!

18. Juli 2010 / 2. Etappe

Imst – Ischgl, 76,92 Km, 3184 Hm, Rang 5

Heute Morgen fühlte ich mich schon besser als gestern. Die heutige Etappe würde sicher sehr hart werden, denn mit 3'184 Höhenmeter eine der härtesten Etappen. Gleich zu Beginn gings die ersten 1'200 Höhenmeter bergauf und schon nach wenigen Metern begann das erneute Ausscheidungsfahren. Ich biss mich an Karl Platts Hinterrad fest und wollte es einfach so lange wie möglich halten. Plötzlich zogen die beiden BiXS Fahrer Buchli und Stoll etwas davon und die beiden „Bullen“ mussten sie ziehen lassen. Genau dann sagte mir Zahnd, dass ich mich mal umschauen solle. Als ich nach hinten schaute, konnte ich es kaum glauben. Hinter uns waren alle abgefallen und wir fuhren auf Rang 3. Ich konnte bis zum Gipfel dran bleiben und gemeinsam mit den aktuellen Leadern stürzten wir uns in die Abfahrt. Unten angekommen waren wir ein Team mehr in der Verfolgergruppe, die Italiener Deho und Celestino konnten wieder aufschliessen. Doch es ging nicht lange und sie fielen wieder ab. Dieses Spiel ging dann bis zur Mitte des dritten Anstieges. Doch dann kamen von hinten die beiden Merida Fahrer Kugler und Genze angeschossen und zogen auch gleich vorbei. Ich schaffte es mit meinen letzten Körner auf den dritten Berg. In der Abfahrt konnte ich kaum dran bleiben, so grün und blau war ich. Die letzten 15 Kilometer führten stetig auf und ab und ich musste leider reissen lassen, denn meine Kräfte verliessen mich. Das Ziel erreichten wir wieder auf dem fünften Rang und auch in der Gesamtwertung blieben wir stehen.

17. Juli 2010 / 1. Etappe

Füssen – Imst, 83,76 Km 2105 Hm, Rang 5

Als ich heute Morgen um 9.30 Uhr an der Startlinie zur ersten Etappe der Craft Bike Transalp im Deutschen Ort 'Füssen' stand, da hatte ich wirklich „Hühnerhaut“! Unzählige Zuschauer standen an der Strecke und alle feuerten uns an. Neben mir die Top Cracks und Favoriten und ich war bereit, hier an den 8 Tagen mein Bestes zu geben. Hinter mir standen aber auch über 1'000 Hobby Biker, welche sich der Herausforderung „Transalp“ stellen wollten. Nach dem Start und auch die ganze Zeit bis zum ersten und einzigen Anstieg auf dieser Einsteigetappe hielt ich mich in den ersten 10 Positionen auf. Wie angenommen konnte sich noch kein Team bis zum Aufstieg absetzen, denn es waren ja noch alle frisch. Doch kaum gings bergauf, begann das Ausscheidungsfahren. Ich hatte irgendwie nicht meine besten Beine und musste im steilsten Schlussteil reissen lassen. Das Ziel erreichten wir auf dem fünften Rang. Ich war ganz klar enttäuscht, doch es stehen noch 7 Tage vor mir, an dem wir unsere Stärken zeigen können.

16. Juli 2010 / Prolog

Erst seit drei Wochen weiss ich, dass ich die diesjährige Transalp fahren werde. Nachdem Urs Huber auf einen Start verzichtete, durfte ich für ihn einspringen und werde mich nun mit Thomas Zahnd der für mich sicherlich grössten Herausforderung stellen. 19'685 Höhenmeter und 598,14 Kilometer in 8 Etappen. Es wird für mich eine neue Grenzerfahrung für meinen Körper, doch auch ein Rennen, bei dem ich sehr viel lernen kann und mir mit Thom einer der erfahrendsten Marathon Biker zur Seite steht. Der Gigathlon hat mir noch einmal die Gewissheit gegeben, dass meine Form stimmt und so blicke ich optimistisch auf die kommende Woche. Morgen Freitag werden wir nach Füssen reisen, wo am Samstag zur ersten Etappe gestartet wird. Obwohl ich das Streckenprofil noch nie angeschaut habe und ich werde es auch nicht, habe ich hier noch die Etappeninfos mit den Start-/ Zielorten.

 

Etappe 1:        Füssen - Imst                        83,76 km            2105 Hm

Etappe 2:        Imst - Ischgl                           76,92 km            3184 Hm

Etappe 3:        Ischgl - Scuol                        73,64 km            2504 Hm

Etappe 4:        Scuol - Livigno                     73,91 km            2377 Hm  

Etappe 5:        Livigno - Ponte di Legno    106,87 km          3461 Hm

Etappe 6:        Ponte di Legno - Male        72,61 km            2363 Hm

Etappe 7:        Male - Madonna D.C.         47,73 km            2321 Hm

Etappe 8:        Madonna D.C. - Riva          67,26 km            1462 Hm

 

Alle Infos rund ums Rennen findet ihr auch auf www.bike-transalp.de

 

10.-11.07.2010 Erfolgreicher Gigathlon 2010, zweimal Bestzeit auf der Bikestrecke

Kurzfristig wurde ich gefragt, ob ich im Team Eitzinger Sports am diesjährigen Gigathlon im Team of Five mitmachen möchte. Das sehr starke Team hatte mich dann zu einem Start verleiten lassen. Mit dem Langstreckenläufer Daniel Bolt, dem Radprofi Andreas Dietziker, der Langläuflerin Seraina Mischol und der Schwimmerin Kim Fleury stellten wir also eines der stärksten Teams des Gigathlons. Der Gigathlon ist wirklich ein riesiger Volkssport Anlass und ich fand mich am Samstag eher schlecht zurecht. Viel Improvisation war gefragt und eine Vorbereitung mit Einfahren usw. wie ich es mir gewohnt bin, klappte auch nicht so genau. Trotzdem war ich am Samstag um 7 Uhr Morgens 100 % bereit, mein Bestes zu geben. Ein komisches Gefühl, in der Wechselzone zu stehen und zu warten. Ich konnte von der Inlinerin Mischol an 23 Stelle übernehmen, rund 10 Minuten hinter der Spitze. Mit Friedrich Dähler, welcher zufälligerweise auch gleich mit mir startete, hatte ich zum guten Glück ein sehr schnelles Hinterrad, denn meine Beine wollten beim ersten Anstieg gar nicht drehen. Beim zweiten liefs dann besser und im obersten Teil konnte ich mich dann auch absetzen. Bei der Übergabe war ich bis auf Rang 3 vorgefahren und so lag unser Team auf Podestkurs. Ich konnte dabei mit 2.30 Minuten Vorsprung klar die Bestzeit auf der Bikestrecke aufstellen. Im Ziel des ersten Tages lagen wir dann auf dem super Dritten Rang. Am Sonntag war ich als zweitletzter an der Reihe. Von Zweisimmen nach Spiez, 47 Kilometer und 800 Höhenmeter galt es zurück zu legen. Ich übernahm an Dritter Stelle, doch mir war klar, dass es nicht mehr für den zweiten Gesamtrang reichen würde. Der Rückstand mit über 19 Minuten auf die Spitze und 5 Minuten auf den zweiten Rang war zu gross. Zumal mit Friedrich Dähler und Christof Bischof der Zweite und Vierter vom Samstag vorne lagen. Mein Ziel war klar. Ich wollte einfach noch einmal die Bestzeit auf dem Bike erreichen. So fuhr ich dann auch ziemlich am Anschlag und auch mit Risiko in den Abfahrten. Mein Ziel habe ich erreicht, es gelang mir erneut die Bestzeit. Die letzten 10 Kilometer durfte ich dann unseren Läufer auf seinem Weg ins Ziel begleiten. Dort warteten die anderen Teamkollegen und gemeinsam konnten wir die geniale Stimmung und der Emotionale Zieleinlauf feiern. Der Dritte Rang von 842 klassierten Teams, das ist genial. Obwohl wir uns vor diesem Wochenende noch nie gesehen hatten, gelang uns eine perfekte Teamleistung. Für mich war es nochmals eine super Vorbereitung auf mein nächstes bevorstehende Saisonhighlight. Am kommenden Samstag werde ich mit meinem Teamkollegen Thomas Zahnd an der Transalp starten. (mehr am Mittwoch) Ich möchte an dieser Stelle noch einmal meinen Teamkollegen für das super Wochenende bedanken. Ich durfte wieder einmal viele nette Leute auch aus anderen Sportarten kennen lernen und obwohl ich am Freitag noch sehr skeptisch war, finde ich es kuul und schön, dass ich dabei sein durfte! Märssi!

 

06.07.2010 Trainingstage im Engadin

Die vergangenen drei Tage habe ich im Engadin verbracht. Nachdem ich in der letzten Woche nur am Mittwoch ein Abendrennen bestritt, und den Rest pausierte, reiste ich kurzfristig am Sonntag Morgen ins Engadin. Dort konnte ich drei Tage lang optimal trainieren und ich hoffe nun, dass mir die vielen Höhenmeter wieder Schwung für die kommenden Rennen geben. Am bevorstehenden Wochenende werde ich in einem 5 er Team das erste Mal am Gigathlon mitmachen. Ich werde die Bikestrecke an beiden Tagen fahren.

 

27.06.2010 U23 MARATHON EUROPAMEISTER 2010

Als ich heute ins Ziel fuhr, da war ich so ausgelaugt und kaputt wie nie zuvor. Ich hatte alles aus meinem Körper geholt und das absolute Maximum meiner Leistungsfähigkeit herausgeholt. Es war heute schlicht mein bestes Rennen, dass ich je gefahren bin. Bis auf den Grand Raid letztes Jahr hatte ich auch noch nie so gelitten und auch von der körperlichen Seite wurde mir meine Limite aufgezeigt. Aber zum Schluss hatte einfach alles zusammen gepasst. Eine perfekte Vorbereitung und die super Organisation und der unermüdliche Einsatz unserer Betreuer ermöglichten es mir, den angestrebten Titel zu gewinnen. Die 130Kilometer und 2910 Höhenmeter auf einer solchen Strecke war sicherlich für die meisten Fahrer an der Grenze des Möglichen. Das ich in der Overall Wertung auf Rang 15 nur gerade 11 Minuten auf den Elite-Sieger Ralph Näf über 5 Stunden Rennzeit einbüsste, über das war ich fast mehr überrascht, als über meinen eigenen Titel. Den diesen wollte ich unbedingt und ich war überzeugt, dass ich ihn holen konnte. Das Gesamtergebnis macht es so natürlich noch schöner. Nach dem Rennen musste ich dann logischerweise auch noch zur Doping Kontrolle! Erneut Pech hatte leider Teamkollege Urs Huber. Ein Plattfuss vor Rennhälfte zwangen ihn zur Aufgabe. Wir hatten zusammen super Tage in Montebelluna und so waren am Ende Freud und Leid im selben Zimmer ganz nah. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei unseren Betreuer bedanken!

 

24.06.2010 Knüppelharte Strecke

Nachdem ich gestern die lange Reise nach Montebelluna mit Teamkollege Urs dann doch noch hinter mich gebracht habe, es dauerte eine Ewigkeit, erwartete uns ein wunderschönes Hotel. Zwar sind wir etwas ausserhalb von Montebelluna auf einem Hügel wo auch das Rennen hinauf führt stationiert, dafür können wir von hier über die ganze weite Ebene schauen. Also an der Unterkunft kann und wird es nicht liegen. Heute sind wir den ersten und letzten Teil der Strecke abgefahren. Ein 4 stündiges Auf- und Ab ohne Erholungsmöglichkeiten. Kurze, giftige Anstiege und super kuule Single Trails bilden die zwar eher flache aber eben extrem kräftezehrende Strecke. Es wird ein regelrechter Abnützungskampf geben und gewinnen wird derjenige, der am Schluss noch am meisten Reserven hat und vor allem auch im Kopf noch bereit ist, die Anstiege hinauf zu sprinten. Nach dem Training sind wir heute noch nach Venedig gefahren, um doch noch etwas mehr, als nur die Rennstrecke von dieser sehr schönen Gegend anzusehen.

 

22.06.2010 Jetzt gilt's ernst!! Morgen nach Montebelluna zur XCM Europameisterschaft

Morgen Mittwoch werde ich zusammen mit Teamkollege Urs Huber nach Italien reisen. Die Marathon Europameisterschaft steht somit unmittelbar vor der Tür und ich bin top motiviert. Das Rennen über 119 Kilometer wird am Sonntag um 10 Uhr gestartet. Mit der frühen Anreise kann ich mich wieder optimal vorbereiten und die Strecke besichtigen. Beim heutigen Training hatte ich für einmal wieder kein Glück. Zuerst war ich beinahe auf dem Bike eingeschlafen und danach durfte ich auch wieder einmal mein Bike schieben, da sich die Luft in meinem Hinterreifen wie schon so oft in diesem Jahr ausserhalb des Schlauchs "wöhler" fühlte. Da es auf dieser Runde weit und breit keine Steine oder Wurzeln hat, liess ich das Flickzeug zu Hause. Jänu, wie heisst es so schön, wer sein Bike liebt, der schiebt! Ich hoffe einfach, dass ich das "Plattfusskontingent" für dieses Jahr langsam aber sicher aufgebraucht habe!

 

20.06.2010 Rang 2 in Kirchzarten unter 2664 Teilnehmer!

Als ich heute Morgen um 4.30 Uhr aus dem Fenster schaute, da gings mir schon wesentlich besser als gestern. Die Strassen waren trocken und es hingen "nur" tiefe Wolken über dem noch schlafenden Dörfchen Hinterzarten. Wenn es so geregnet hätte wie gestern, ich wüsste nicht, ob ich da den Wecker noch einmal gestellt hätte..... Vom Hotel aus fuhr ich dann mit dem Auto zum Start, wo mich eine weitere Überraschung erwartete. Da stand Tim Böhme an der Linie und damit war klar, dass ich mein Ziel und meine Taktik relativieren musste. Die Stimmung in Kirchzarten war einfach unglaublich. Rund 1700 Fahrer nahmen die 77 Kilometer und 2000 Höhenmeter unter die Räder. Nach dem Start hielt ich mich in der Fläche noch zurück. Doch als es in den ersten Aufstieg ging, wollte ich die Karten auf den Tisch legen und schauen, wer hier schnelle Beine hat. Nach kurzer Zeit waren es nur noch Böhme, der Cross Country Fahrer Strecker und ich. Doch leider wollten dann plötzlich meine Beine nicht mehr und ich musste die andern zwei ziehen lassen. Ich war heute einfach zu wenig frisch, in den Beinen wie auch im Kopf. Ich wartete danach auf meine nächsten Verfolger und so schlossen drei Fahrer zu mir auf. Gemeinsam fuhren wir die nächsten 40 Kilometer. In der steilsten und längsten Rampe, rund 1 Stunde vor dem Ziel lag plötzlich Strecker total erschöpft am Boden. Nun war sogar der zweite Platz wieder möglich und ich erhöhte auch gleich das Tempo und wurde so zwei Begleiter los. Ein Podestplatz war somit auf sicher, doch ich wollte natürlich auf jeden Fall den zweiten Platz. Als es nach einer längeren Abfahrt schliesslich in den Schlussanstieg ging, attackierte ich noch einmal und konnte mich absetzen. So konnte ich den zweiten Platz sicher ins Ziel fahren und die unglaubliche Stimmung mit unzähligen Zuschauern in vollen Zügen geniessen. Der zweite Platz ist sicherlich das Maximum am heutigen Tag. Das Highlight war dann wie jedes Mal in Kirchzarten die Siegerehrung, bei welcher rund 4000-5000 Zuschauer geschätzt wurden! Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Rennen und auch mit meinem Formstand. Nun steht die Erholung an erster Stelle, damit ich am nächsten Sonntag frisch und ausgeruht an der EM starten kann! Schon am Mittwuch werde ich mit Urs nach Italien reisen, damit wir uns auch noch einen Einblick zur Strecke verschaffen können.

 

18.06.2010 Weiteres Highlight steht bevor

Das vergangene Wochenende habe ich relativ schnell verdaut. Ich konnte schon am Dienstag wieder grosse Umfänge trainieren. Am Mittwoch fuhr ich das 8 te Abendrennen der RMVZOL Serie. Mit einem zweiten Platz konnte ich meine Führung in der Gesamtwertung weiter ausbauen. Nun steht ein weiteres Highlight vor der Tür. Morgen Samstag werde ich nach Kirchzarten bei Freiburg (D) fahren und am Sonntag zum dritten Mal beim Black Forest Ultra Marathon starten. Das Rennen gefällt mir extrem gut, auch wenn es nicht gerade viel fahrtechnisches Können braucht. Die Stimmung im Zielbereich war jedes Mal super und ich hoffe, es wird auch dieses Mal so sein. Die vergangenen beiden Jahren startete ich über die 88 Km Distanz. Heuer werde ich den Marathon über 77 Km fahren. Ein letzter Formtest vor der bevorstehenden Europameisterschaft, welche in einer Woche statt finden wird.

 

13.06.2010 Erster Saisonsieg in Estavayer-le-Lac

15.30 Uhr Siegerehrung, 16.30 Uhr Preisgeld abholen, 17.00 Uhr Abfahrt zurück in die Schweiz, 23.30 Uhr Ankunft, Taschen aus-/einpacken, 0.30 Uhr einschlafen, 6.15 Uhr aufstehen, 7.15 Uhr Spaghetti runter würgen, 8.15 Uhr Abfahrt nach Estavayer, 11.00 Uhr Einfahren. 12.20 Uhr Start!

Als ich heute Mittag in Estavayer an der Startlinie stand, konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen. So viel, wie ich in den letzten 48 Stunden erlebt hatte, das war einfach ein kuules Gefühl! Total locker konnte ich das Rennen starten, denn ich hatte dieses Weekend ja schon ein erfolgreiches in den Beinen. Ich fühlte mich zwar schon etwas müde, doch für mich war klar, heute muss ein Sieg her. Die ersten 4 Kilometer hielt ich mich etwas zurück. Danach ging es den ersten steilen Aufstieg hoch. Ich wusste, dass nach dem Anstieg das Rennen schon mehr oder weniger entschieden würde. 300 Meter vor der Abfahrt kickte ich kurz und als ich oben angelangt zurück schaute, hatte ich nur noch einen Begleiter bei mir. Meine Taktik ging damit perfekt auf und ich zog mein Tempo weiter. Der Rest vom Rennen ist schnell erzählt. Ich führte das gesamte Rennen, doch ich hatte immer einen Begleiter in meinem Windschatten. Das war mir allerdings ziemlich egal, denn er freute sich riesig über seinen zweiten Platz. Doch dieser war ja noch gar nicht entschieden. Als ich ihn gut 200 Meter vor dem Ziel zum Sprint aufforderte, war klar, dass ich den Sprint gewinnen würde. So war es dann auch und ich konnte meinen ersten Saisonsieg in diesem Jahr feiern. Es war ein kuules Gefühl und ich konnte mich heute erst nach einem zweistündigen  Ausfahren von meinem Bike trennen. Am liebsten wäre ich den ganzen Tag weiter gefahren. Es war einfach ein unbeschreibliches Wochenende, welches ich nicht so schnell vergessen werde. Dass alles so perfekt aufgegangen ist, macht es natürlich umso schöner. Am Abend konnte ich bei Teamkollege Huber mit einem BBQ und halben Kilo Glace auf unsere 4 Podestplätze anstossen. Einen grossen Dank gehört natürlich auch an unsere beiden Betreuer Urs Schaller und Rene Graf, welche uns einen super Support geboten haben. Ein weiteres Mal möchte ich mich auch wieder bei euch für eure SMS und Mails bedanken. Dies motiviert und gibt Power! Die kommenden zwei Rennen kann ich kaum erwarten.

mmmmmmmmmhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

12.06.2010 Rang 2 in Willingen, erneuter Plattfuss warf mich aus der Entscheidung

Punkt 7.30 Uhr fiel der Startschuss zum heutigen Rennen. Gleich nach dem Start gings einen steilen Anstieg hoch. Ich hielt mich immer schön hinter Teamkollege Urs, dieser hing an Lakata, welcher mächtig aufs Tempo drückte. Die erste Abfahrt fuhr ich dann an der Spitze und mit dem Fully konnte ich gleich ein paar Meter raus holen. Ein super Gefühl, es stimmte einfach alles. Der zweite Aufstieg dasselbe Bild. Nur war es Huber, welcher Tempo machte. Die zweite Abfahrt fuhr ich erneut von der Spitze aus, doch es ging nicht lange und da zischte es aus meinem Vorderreifen. Ich konnte es einfach nicht glauben, nach 15 Kilometern aus der Entscheidung gefallen zu sein. Schnell reparierte ich den Plattfuss, doch es überholten mich unzählige Fahrer.    Was danach folgte, glaubte ich selber kaum. Meine Beine drehten und drehten und ich überholte unzählige Gruppen. Ich fuhr das gesamte Rennen alleine. Hatte ich eine Gruppe eingeholt, so liess ich diese gleich stehen und fuhr alleine zur nächsten. Leider wusste ich nie, wie viel ich schon aufgeholt hatte und wo ich im Rennen lag. Als ich dann nach gut 3.50 Std. ins Ziel fuhr, war ich extrem wütend. Ich dachte, dass Vorjahressieger Brentjens und auch noch andere Fahrer bereits auf die Mitteldistanz abgebogen sind. Doch diese hatte ich ohne zu wissen einmal überholt und ich war tatsächlich Zweiter. Als mir unser Betreuer dann auch noch gesagt hatte, dass ich bis auf Rang 5 auf der Langdistanz vorgefahren bin, musste ich über mich selber lachen. Vom körperlichen her war es heute ein perfekter Tag, der mir gezeigt hat, auf welchem Niveau ich im Moment fahren kann und meine Aufholjagt bestätigte mir, dass heute ohne Defekt sicherlich noch mehr drin gelegen wäre. Schade, wurde mir der Vergleich zur Weltelite erneut durch einen Defekt gestohlen!

Nun heisst es die lange Fahrt zurück in die Schweiz zurück zu legen und mich möglichst gut zu erholen, denn Morgen werde ich um 12.20 Uhr in Estavayer am Start stehen!

 

11.06.2010 Perfekte Vorbereitung

Nach der gestrigen Reise, welche eine halbe Ewigkeit gedauert hatte, (vom Morgen 5.00 Uhr bis 15.00 Uhr) erwartete mich ein schlicht geniales Hotel und ein wunderschönes Dörfchen Willingen. Das 2000 Seelen Dorf ist eine Art Pilgerstätte für Reisende und mit dem für uns Schweizer mickrigen Skigebiet ein Highlight für die nahen Holländer. Unser Hotel bietet uns alles, was das Herz begehrt. So konnte ich nach den Trainings jeweils im Whirlpool die Regeneration starten. Ich hoffe, dass mir diese perfekte Vorbereitung die Grundlage für ein erfolgreiches Weekend gibt. Morgen werde ich um 7.30 Uhr am Start stehen. Der Vorjahressieger Bart Brentjens wird auch dieses Jahr starten, mal schauen, wie ich mich in diesem wiederum top besetzten Feld halten kann.

 

09.06.2010 Hartes Weekend steht bevor!

Morgen Donnerstag werde ich schon wieder ans nächste Rennen reisen, wo mir eine neue Möglichkeit geboten wird, meine Form zu testen. Mit dem Team werden wir Morgen die lange Fahrt nach Willingen (Deutschland) machen. Am Samstag werde ich wie in Italien über die Ronda Grande starten. Das 95.5 Km lange und mit 2908 Höhenmeter gespickte Rennen bestreite ich zum ersten Mal. Gleich nach dem Rennen werden wir wieder zurück fahren, damit ich am Sonntag in Estavayer auf der Kurzdistanz starten kann. Mal schauen, wie ich eine solche Doppelbelastung ertragen werde. Heute Abend steht noch das siebte Abendrennen der RMVZOL auf dem Programm. Ich freue mich extrem auf die kommenden Rennen. Auch wenn es mir am Montag und Dienstag immer noch ziemlich schlecht ging und meine Gedanken bei der misslungenen SM lagen, habe ich es heute abgehakt und kann wieder mit Freude nach vorne schauen.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch noch bei allen, die mich mit ihren aufmunternden Worte und Mails unterstützt habt, bedanken. Gerade in solchen Momenten ist es extrem schön und gibt einem Kraft, wenn man merkt, dass Ihr auch in solchen Momenten, wenn nicht gefeiert werden kann, hinter mir steht! Danke!!!! Die anderen Zeiten kommen schon bald, davon bin ich überzeugt!

 

06.06.2010 Schwarzer Tag an der SM

Als ich gestern in den Brutofen ins Tessin gereist bin, hatte ich ein super Gefühl in den Beinen. Nach einer sehr kurzen Nacht und wenig Schlaf war ich etwas skeptisch, ob es heute mein Tag werden könnte. Doch als ich zusammen mit meinem Teamkollegen Urs am frühen Morgen zum Einfahren fuhr, merkte ich, dass ich genau heute die guten Beine erwischt hatte. Die letzten drei Wochen hatte ich ziemlich viel trainiert und auch gemerkt, dass ich meine Form noch aufbauen konnte. Am Start war ich dann 150 % bereit für das Rennen. Der Start verlief nicht allzu schnell und ich reihte mich ganz vorne ein. Die ersten 8 Kilometer, welche auf der breiten Teerstrasse den ersten Aufstieg hinauf führte, fuhr ich immer in den ersten 5 Positionen und konnte auch ein paar Mal das Tempo bestimmen. Ich fühlte mich schlicht super. Als es dann in schmalen Gassen durch ein kleines Dorf hinauf ging, verschärften Huber und Moos das Tempo und die Spitzengruppe war schnell in die Länge gezogen. Ich konnte mich an 9 ter Position einreihen und erreichte den ersten Bergpreis kurz nach der Spitze. Kurz darauf folgte eine längere Laufpassage, wo das Bike getragen werden musste. Als ich oben angekommen war und wieder aufsteigen wollte, traute ich meinen Augen nicht. Mein Hinterreifen hatte keine Luft mehr. Nach einem kurzen Wutausbruch konnte ich den Schaden dann doch ziemlich rasch beheben und obwohl mich zahlreiche Fahrer überholten, war ich überzeugt, dass ich wieder aufholen und den gesetzten Top 10 Platz erreichen würde. Doch nach der ersten Abfahrt traute ich ein zweites Mal meinen Augen nicht. Neben der Strecke stand Urs. Sein Hinterrad hatte keinen Pneu mehr auf der Felge und diese war total demoliert und gebrochen. Für mich war sofort klar, dass ich ihm mein Hinterrad geben würde, denn es war noch nicht allzu viel Zeit verloren und ich glaubte fest daran, dass Urs wieder aufholen und sein Ziel erreichen würde. So fest hatten wir vor dem Rennen daran geglaubt. Doch für mich war somit Schluss. Aus, vorbei..... Mit einer gerochenen Felge, welche nicht einmal mehr gedreht werden konnte stand ich da. Irgendwo in den weiten Hügeln des Monte Generosos und weit und breit kein Ersatzrad, mit dem ich wenigstens ins Ziel hätte zurück fahren können. Die Rennstrecke konnte ich nicht zurück laufen und so beschloss ich, den Geissenpfad zu nehmen. Über zwei Stunden musste ich das Bike auf der Schulter tragen. Die gesamte Strecke zurück auf die Hauptstrasse, wo mir unser Teambetreuer ein neues Hinterrad geben konnte. Zum guten Glück begegneten mir auf meiner Wanderung nur Kühe und Schafe, denn so laut und so oft hatte ich noch nie geschrien in meinem Leben. Ich verteilte die gesamte Wut in die Berge, wo mich niemand hören konnte. Urs erreichte nach zwei weiteren Reifendefekten noch den 5 ten Rang. Ein Tag zum vergessen und zum abhaken. Heute wäre so viel drin gelegen und am Schluss hatte ich gar nichts. Doch neben den vielen Tränen, welche heute flossen, machte es mich glücklich, dass ich meinem Vorbild mit meinem Rad helfen konnte. Ich hoffe, ich kann dieses Rennen schnell vergessen und nach vorne schauen. Denn in der ersten Rennstunde konnte ich sehen, wo ich im Moment stehe und zu was es hätte reichen können und dieses Wissen gibt mir sicherlich viel Motivation und Sicherheit für die kommenden Rennen.

 

04.06.2010 Marathon Schweizermeisterschaft steht vor der Tür!

Am kommenden Wochenende werde ich an der Marathon Schweizermeisterschaft in Mendrisio TI starten. Das Rennen findet im Rahmen des IXS Classic's Auftaktes statt. Die Strecke ist somit die selbe wie die des Monte Generoso Bike Marathons. Nachdem ich an den vergangenen zwei rennfreien Wochenenden gut trainieren konnte und mir auch die Mittwochabendrennen gelangen, bin ich nun bereit für eine neue Herausforderung. Ich werde die SM auf der Langdistanz fahren und somit auf das erste Rennen der Kurzdistanz verzichten. Ich wurde oft darauf angesprochen, welche Distanz ich nun fahren würde. Die weiteren Rennen im Rahmen der IXS Classic Serie werde ich wieder auf der Kurzdistanz fahren und versuchen, noch einmal die Gesamtwertung zu gewinnen. Da ich neben der IXS Serie noch weitere Rennen fahren werde, ist der Aufstieg zur Langdistanz für mich noch etwas zu früh. Die SM wird mir sicherlich die Gelegenheit geben, um zu schauen, wo ich in der Elite etwa stehen würde.

 

24.05.2010 Trainiere, Wetter gnüüse und BADI

Nachdem mir das vergangene Rennwochenende ein wenig misslang, ging ich die letzte Woche einmal einfach ganz normal Arbeiten. Es lenkte mich ab und so machte mir das schlechte Wetter auch nichts aus. Am Mittwoch Abend fuhr ich dann doch noch das 4 te Abendrennen der RMVZOL Serie. Ein Kriterium auf der Panzerpiste in Hinwil. Ich konnte die meisten Punkte sammeln und das Rennen gewinnen. Am Samstag zog mich das schöne Wetter aufs Bike. Am Sonntag traf ich mich mit Urs Huber um das erste Mal in diesem Jahr den Klausen zu fahren. Ich hatte schon seit längerer Zeit nicht mehr so lange trainiert und musste nach 5 1/2 Std. dann doch noch zum Cola greifen. Dieses und ein feiner Nussgipfel liess mich dann wieder wie neu auferstanden nochmals eine Stunde nach Hause "heitzen". Es war ein kuuler Tag und ich konnte enorm viel Motivation tanken. Der Recovery-Shake wurde schliesslich auch noch durch ein BBQ ersetzt!                     Heute Montag konnte ich nach einer lockeren Bikerunde dann endlich meine diesjährige BADI - Saison eröffnen. Naja, im Ping Pong brauche ich nach einer halbjährigen Winterpause noch ein wenig Anlauf aber im Schwimmen kann ich dank dem Langlauftraining schon jetzt die fordere Flosse (Hinterrad) halten.

 

13.05.2010 Alternativ Programm und Erholung

Die Momentane Situation der äusserlichen Verhältnisse vermiesen einem regelrecht die Freude am Training im Freien. Mir kommt dies ehrlich gesagt nur entgegen. Denn seit dem vergangenen Wochenende drehen meine Beine kaum mehr und so zwingt mich das Wetter zum "Nichtstun". Am Montag mochte ich kaum meine Ausfahrstrecke zu Ende fahren und am Dienstag liess ich das Training ganz aus. Gestern bestritt ich das dritte Abendrennen der RMVZOL Serie. Matthias Rupp gewann vor Fabian Giger und mir. Es war ein ziemlich unspektakuläres Rennen. Nun werde ich auch die kommenden zwei Tage auf die Trainingseinheit Regeneration, welche bei mir meist zu kurz kommt, setzen. Quälen tue ich mich dabei aber trotzdem, indem ich mich bei 100 Grad in der Sauna hinter dem Haus an die vorgegebenen Aufenthaltszeiten halte. Dies ist für den Kopf manchmal etwa gleich hart, wie mit sauren Beinen ins Ziel zu fahren. Dabei ist die kühle Erfrischung im "Zuber" etwa die gleiche Erlösung, wie das Überqueren der Ziellinie!

 

09.05.2010, Singen Bike Marathon, so sollte es nicht sein!

Als ich gestern nach Singen DE reiste und den Schlussteil der Strecke zusammen mit Teamkollege Zahnd und seinem Bruder abfuhr, fühlte ich mich in etwa gleich, wie im Ziel eines 4 stündigen Rennens. Ich war leer und ausgelaugt. Doch dies war schon die gesamte Woche so. Ich hatte mich zu wenig erholt und ging statt dessen arbeiten. Als ich wieder beim Hotel war, stand ich gut eine Stunde auf dem Parkplatz und wollte eigentlich wieder nach Hause. Irgendwie konnte ich mich dann wieder aufrappeln und blieb in Singen. Doch auf ein Rennen eingestimmt war ich ganz und gar nicht. Hatte ich zu viele Rennen bestritten? Als ich heute am Start stand, war ich dann doch bereit für das Rennen. Die Besetzung war auch heute top. Praktisch die gesamte Marathon Weltelite war nach Singen gereist. Die Strecke wenig anspruchsvoll, aber mit den vielen Richtungsänderungen und dem ständigen Auf- / und Ab doch wieder hart. Ich blieb gut 30 Kilometer in der Spitzengruppe, dann spaltete sich diese in einem Aufstieg und ich fand mich zusammen mit den weiteren Schweizern Stoll, Kugler, Weber und Dähler wieder. Zusammen fuhren wir die nächsten 30 Kilometer, bevor Kugler und Weber zurückfielen. Dann war es gut 10 Kilometer vor dem Ziel auch um mich geschehen. Meine Beine schmerzten und ich dachte, meine Bremsen würden sich nicht mehr lösen, es fühlte sich etwa so an. So musste ich mich regelrecht ins Ziel quälen. Ich erreichte schlussendlich den zwölften Rang. Ich bin nicht zufrieden, denn ich denke, im Moment wäre eigentlich mehr möglich gewesen. Aber ich bin auch nicht total enttäuscht. Ein Rennen zum "abhaken" und zum vergessen. Im Moment bin ich ein bisschen ratlos, denn  meine starken Rückenschmerzen während den Rennen verderben mir den Spass am Biken. Mal schauen, wie's weitergeht.

 

05.05.2010, Neues Bike ist da! Und, Laufbandangewöhnung in Magglingen

Seit drei Tagen trainiere ich nun im Regen. Meine Motivation und Freude am Training fiel je länger je mehr Richtung Keller. Auch deshalb, weil ich mich immer noch nicht richtig erholen konnte vom Samstag. Doch nicht heute. Am Morgen trainierte ich ganze 3 Stunden im Dauerregen, bevor ich am Mittag nach Magglingen fuhr. Ich werde an einem Projekt mit zwei Leistungstest teilnehmen, bei welchem der Unterschied zwischen Höhentraining und dem Training in der Fläche nach gut 4 Wochen Training verglichen werden sollte. Den Test in Magglingen wird auf einem riesigen Laufband durchgeführt, bei welchem eine Strecke nachsimuliert werden kann. So musste ich eine Startrunde und zwei Runden fahren. Heute war nur Probelauf, der erste Test wird am 19. Mai durchgeführt. Doch kaum wurde das Band zum Laufen gebracht, da krachte es auch schon und ich hing in den Fanggurten und mein Bike lag irgendwo hinter mir. Mich hatte es schon nach wenigen Sekunden mächtig umgehauen. Naja, ich bin heute das erste Mal auf einer "Freilaufrolle" gefahren. Danach klappte es dann zum Glück bis zum Schluss ohne zweiten Crash.

Der eigentliche Grund, weshalb ich mich heute den ganzen Tag freute war am Abend. Denn auf dem Heimweg machte ich einen kurzen Abstecher nach Wolhusen, wo ich bei der Firma Stöckli mein neues Fully abholen durfte. Ich werde in Zukunft an den meisten Rennen auf das Top  Modell DS-eleven setzen. Ein super leichtes Fully mit der besten Ausstattung. Da ich meine Rückenbeschwerden immer noch nicht los bin, wird mich diese Rennmaschine sicherlich unterstützen, um mich mit dem Fahrspass und dem Komfort auf andere Gedanken zu bringen! Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei der Firma Stöckli bedanken!

 

01.05.2010 Rang 2 in Riva del Garda, 86.6 Km, 2705 Hm, 422 Teilnehmer

Als ich heute Morgen zusammen mit meinen Teamkollegen Urs Huber und Thomas Zahnd vom Hotel Richtung Start fuhr, war ich mir ziemlich sicher, dass es heute ein gutes Rennen geben würde. Ich war bis in die Fingerspitzen motiviert und bereit für das Rennen. Ich habe mir die Strecke genau angeschaut und war somit perfekt vorbereitet. Am Start stand die lückenlose Marathon Weltelite. Nach dem Start ging es gut 5 Kilometer flach zum ersten Aufstieg. Dieser führte am Anfang einen steilen und sehr schmalen Rebberg hoch. Es ging bis dahin perfekt auf, geschlossen als Team fuhren wir an der Spitze in den schmalen Weg, doch plötzlich wollten meine Beine nicht mehr. Ich wurde etwas durchgereicht, während Urs an der Spitze Tempo machte. Ich fand mich in der dritten Gruppe an ca. Position 20 wieder und musste mich auch an dieser Stelle den gesamten Aufstieg hinauf quälen. So hatte ich mir es nicht wirklich vorgestellt und ich war enttäuscht. Nach der kurzen Flachpassage folgten extrem steile Rampen. Da plötzlich, drehten meine Beine wieder und ich konnte meiner Gruppe davon fahren. Vor mir sah ich den französischen Meister Thomas Dietsch und kurz darauf hatte ich ihn eingeholt. Zusammen fuhren wir in die Abfahrt. Dank meinem Fully blieb ich Dietsch, welcher wie ein Verbrecher hinunter "heizte" dran und wir konnten weitere Fahrer überholen. Nach der Abfahrt kam ein kurzer giftiger Anstieg, bevor es in die lange Fläche ging. Mir lief es plötzlich super und ich konnte weiter aufholen. Kurz vor der Fläche konnte ich Hannes Genze und Tim Böhme einholen und wir harmonierten auf der Fläche ganz gut. Im ruppigsten Teil der Strecke, kurz vor dem zweiten langen Aufstieg konnte ich erneut auf die Stärken des Fullys zählen und Tempo machen. Zu Beginn des Aufstiegs lag die Spitzengruppe rund 1 Minute 50 Sekunden vor uns. Ich wusste allerdings auch, dass der Vorjahressieger der Ronda Grande da vorne fährt. Im Aufstieg setzten sich dann Böhme und Dietsch ab und ich fuhr mit dem späteren Drittplatzierten den Aufstieg hoch. In der Abfahrt konnte ich mich absetzen und fuhr den Zwischenteil mit viel Singletrails und ruppigen Aufstiegen alleine. Kurz vor der Abzweigung auf die Ronda Grande holten mich noch Sahm und mein Teamkollege Zahnd ein, doch da sie auf die Langdistanz fuhren, war mein Zweiter Rang praktisch auf sicher. Vor mir lagen nur noch die Abfahrt und danach gings noch ca. 6 Kilometer gerade aus. Ich musste zwar noch gegen den starken Gegenwind ankämpfen, doch mein erster Podestplatz in diesem Jahr konnte mir Keiner mehr nehmen. So holte ich mir in einem sehr starken Feld nach 3 Stunden 32 Minuten den zweiten Platz.

Ich bin damit zufrieden, denn den Sieg verpasste ich heute deutlich. Dieser holte sich dafür Urs auf der Langdistanz. Ich möchte mich an dieser Stelle beim Team für die super Betreuung bedanken.

 

28.04.2010 in Riva angekommen

Nicht wie geplant, reiste ich erst heute Mittwoch nach Riva an den Gardasee. Meine Motivation, am Montag Abend gleich wieder zu packen und am Dienstag schon wieder weiter zu reisen, hielt sich in Grenzen. Dafür freute ich mich heute umso mehr, auch deshalb, weil meine Eltern mitgekommen sind. Am Nachmittag konnte ich bereits die erste Hälfte des Marathons abfahren und die geniale Aussicht auf den Gardasee geniessen. Die Aufstiege kamen mir allerdings steiler vor, als ich sie in Erinnerung hatte. Morgen wird mein Team anreisen und vielleicht wird dann unser Hotel etwas belebter. Wir sind ausserhalb von Riva im Dörfchen Dro stationiert. Hier kann ich mich wirklich optimal für das kommende Rennen vom Samstag vorbereiten.

 

25.04.2010 Weltcup Dalby Forest Rang 103

Nummer 177, letzte Reihe. Dies war heute meine Ausgangslage, als um 14.30 Uhr gestartet wurde. Danach ca. 800 Meter Teerstrasse und dann Singletrail, Einerreihe. Mir war klar, dass ich mich da im "Krieg" befinden würde. Und so war es dann auch. Überall krachte es, die Absperrungsbänder lagen irgendwo und ich befand mich mitten drin. Die Erste von sechs Runden befasste ich mich mit Auf- und Absteigen, Bike in eine Lücke drücken, Ellbogen raus, anstehen und einfach um jede Position fighten. Nach 2 Runden hatte ich schon über 60 Fahrer überholt, doch danach war das Feld schon ziemlich in die Länge gezogen. Ab und zu konnte ich wieder überholen, wurde manchmal aber auch überholt. Nach der dritten Runde traf das ein, was ich leider befürchtete. Ich bekam wieder sehr starke Rückenschmerzen und konnte erneut kaum aufrecht auf dem Bike sitzen. Irgendwie blockieren mich die Schmerzen und mein Rücken verkrampft sich immer stärker. Trotzdem konnte ich mein Tempo recht konstant halten und in den Gruppen mitfahren. In der letzten Runde holte ich nochmals eine grosse Gruppe mit gut 10-15 Fahrern ein, doch im längsten Aufstieg verliessen mich leider etwas die Kräfte und ich konnte keine Plätze mehr gut machen. Das Ziel erreichte ich auf Rang 103. Es war erneut ein super Erlebnis, was mich sicherlich weiter bringen wird. Alleine die Positionskämpfe und das Gefühl, sich der Herausforderung am Start mit 190 Fahrern zu stehen, zu stellen. Jetzt hoffe ich, dass die Rückenschmerzen endlich vorbei gehen und ich die am kommenden Samstag in Riva (Italien) einen guten Saisonstart in die Marathon Saison fahren kann. Ich werde schon morgen Dienstag nach Riva reisen.  Ich möchte mich an dieser Stelle noch bei Bruno Diethelm und Björn für den schlicht genialen Support bedanken!                 

 

22.04.2010 Abflug nach Dalby Forest (UK), 1.Weltcup Lauf Cross Country

Heute Morgen stand ich um 6 Uhr auf dem Flughafen, in der Hoffnung, dass mein Flug nach Manchester durchgeführt werden kann. Und... tatsächlich, der Flug fand wie geplant und ohne jeglichen Abweichungen statt. So kam ich pünktlich um 8 Uhr in Manchester an. Sonnenschein puur, doch kalte -2 Grad erwarteten mich, gar nicht das typische Wetter von England. Danach konnte ich mit dem Swisspowerteam weiter reisen. Kurz nach dem Mittag erreichten wir die Region von Dalby Forest, wo ich von meinem Trainer abgeholt wurde und wir unser Hotel bezogen. Eine super kuule Unterkunft inmitten einer wunderschönen Landschaft! So habe ich mir England nicht vorgestellt! Am späteren Nachmittag trainierten wir noch das erste Mal auf der Strecke. Eine sehr schöne Strecke, konditionell jedoch sehr anspruchsvoll mit vielen technischen Abschnitten. Bis am Sonntag werden wir noch einige Runden drehen, womit ich dann hoffentlich gut vorbereitet an meinen ersten Elite Cross Country Weltcup an den Start gehen werde!

 

21.04.2010, Rang 2 beim Abendrennen Hegnau

Heute fuhr ich das Mittwochabendrennen in Hegnau. Ich werde auch dieses Jahr die Abendrennen als Trainingseinheiten nutzen. Sie machen grossen Spass und sind super Trainings. Das heutige Rennen führte über 6 Runden à 8.2 Km. In der Mitte des Rennens gab es eine Fluchtgruppe und ich dachte, dass Rennen sei gelaufen. Doch die Gruppe konnte nochmals eingeholt werden und im Schlusssprint erreichte ich noch Rang 2.

 

18.04.2010, Rang 6 in Schwändi

Heute startete ich also in Schwändi. Eine super coole neue Strecke, mit vielen Singletrails und technisch anspruchsvoll, präsentierte sich beim Einfahren. Doch rund eine Stunde vor dem Start, während dem Warmfahren, meinte es Petrus plötzlich nicht mehr gut mit uns. Es fing an zu regnen und wurde kalt, wodurch sich auch die Strecke ein wenig veränderte. Ich startete schnell und konnte als erster in die Abfahrt. Am Ende der Startschlaufe gab es einen Geldsprint, wodurch es etwas ein Gerangel gab. Die Swisspower-Leute Gallati, Rupp und Wildhaber machten Tempo, doch eine Kurve vor dem Sprint stürzten alle drei und der Sprint ging an Allenspach. Anfang der ersten Runde formierte sich dann eine Spitzengruppe mit mir, Gallati, Bartholet und Wildhaber. Nach der ersten Runde musste ich sie dann ziehen lassen. Der Cross Country Express war mir zu schnell. In der zweiten Runde holte mich dann auch Rupp ein und auch sein Tempo konnte ich nicht mitgehen. Danach fuhr ich meinen Rhythmus bis ins Ziel durch. Die rund 2.30 Minuten vor uns gestarteten Junioren und Masters Fahrer konnte ich bis auf den Junior Forster alle noch einholen. Am Schluss blieb für mich Rang 6. Mehr war bei der heutigen Besetzung kaum möglich. Leider kriegte ich auch in diesem Rennen nach 3 Runden starke Rückenschmerzen und konnte kaum noch auf dem Bike sitzen. In der 4 ten stürzte ich auch noch und schlug mit dem Rücken genau auf eine Wurzel auf. Im Moment sieht es nicht gerade gut aus. Mal schauen, wies Morgen aussieht. Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich die Probleme bis nächste Woche in den Griff kriege, denn dann steht mein erster Elite Weltcup-Lauf in England an.

 

1. EKZ-Cup Lauf Schwändi

Morgen Sonntag werde ich beim ersten Lauf des EKZ-Cups in Schwändi an den Start gehen. Der Start erfolgt um 13 Uhr. Mal schauen, ob ich wieder Power habe, denn die vergangene Woche war ich ziemlich ausgelaugt und müde. Auch beim heutigen Einfahren fühlte ich mich immer noch nicht ganz fit. Irgendwie hat mich diese Rundfahrt etwas mehr Substanz gekostet, als ich es von den bisherigen Rennen gewohnt bin. Ich werde Morgen trotzdem mal schauen, ob's läuft und wenn nicht, wird es eine gute Vorbereitung für den kommenden Weltcup sein.

 

11.4.2010, 3. Etappe, 152 km, 46,7 km/h Schnitt!

Heute stand die letzte Etappe mit 152 Kilometern auf dem Programm. Zwar waren nicht mehr so viele Höhenmeter zu bezwingen, dafür bestand erneut die Gefahr von einer Windkante, wie bei der ersten Etappe. Gestartet wurde sehr schnell und es wurde die ganze Zeit attackiert. Als sich nach ca. 50 Kilometer eine Gruppe gelöst hatte, wurde es etwas ruhiger im Feld. Ich fuhr stets in der Mitte des Feldes um möglichst Kraft zu sparen und um den Überblick einigermassen zu behalten. Die Ausreisser wurden etwas später wieder gestellt. Das Finale war extrem schnell und ich beschloss nichts mehr zu riskieren und fuhr hinten im Feld. Die Zielgerade war am berühmten Ballermann Strand und es standen unzählige Zuschauer an der Strecke. Das Feld wurde auf dem letzten Kilometer in die Länge gezogen und prompt liess ein Fahrer etwa 4 Positionen vor mir reissen. So gab es drei Felder, obwohl diese nur etwa drei Sekunden auseinander lagen, wurden mir 13 Sekunden aufgebrummt. In der Gesamtwertung kam ich noch zwei Positionen nach vorne und beendete die Rundfahrt auf Rang 45. Es war ein geniales Erlebnis und ein super Training für die kommenden Bikerennen. Die super Stimmung in unserem Team, die perfekte Organisation von Bruno und Thomas, das gesamte Paket, es stimmte einfach perfekt. Dazu kam das super Wetter, die schönen Streckenführungen und ein angenehmes Klima unter den Fahrern, es stimmte schlicht Alles! Mir wurden ein paar Mal meine Grenzen aufgezeigt. Momente, in denen ich am liebsten abgestiegen wäre, doch dann kam ein Spruch von Guschi, welcher mich wieder aufrappelte und mich im Sattel liess. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei Bruno und Thomas bedanken, es war ein unvergessliches Erlebnis!

 

10.04.2010, 2. Etappe, 92 km (1800 Hm)

Die heutige Etappe führte über 92 Kilometer. Dies klingt zwar nach wenig, doch wir mussten vier Runden mit gut 450 Höhenmeter zurücklegen. Das Ziel lag am Schluss eines 2 Kilometer langen Schlussaufstiegs. Gestartet wurde ziemlich schnell. Mein Teamkollege Thomas Litscher drückte vorne mächtig aufs Tempo. Nach dem Start ging es gleich in den Aufstieg. Ich fuhr ziemlich weit vorne, doch plötzlich fiel einem anderen Fahrer die Kette raus und er blieb stehen. Da krachte es auch schon und ich machte einen Salto nach vorne über den Lenker und fand mich auf der Strasse wieder. Ein anderer Fahrer wollte dem Stehenden ausweichen und schoss mich dabei ab. Bis ich mein Rad wieder gerichtet hatte und wieder in Schwung war, wurde ich leider bis fast zum Schluss durchgereicht. Ich versuchte wieder nach Vorne zu fahren, doch beim Bergpreis war schon eine Lücke zur Spitze entstanden. In der Abfahrt und im folgenden Flachstück gelang unserer Gruppe dann wieder der Anschluss, doch es kostete auch mich ziemlich viel Kraft. Die zweite Runde konnte ich wieder mit der Spitze mitfahren. Auch die dritte Bergpassage schaffte ich noch knapp. Bei der vierten Runde war dann leider in der Mitte des Anstieges Schluss. Meine Beine brannten und ich musste reissen lassen. Zusammen mit Litscher und fünf weiteren Fahrern flogen wir dem Ziel entgegen. Im letzten Aufstieg zum Ziel fielen noch zwei Fahrer ab und ich passierte als vierter der Gruppe auf dem 47. Rang. Im Gesamtklassement konnte ich mich damit weiter verbessern. Nun liege ich auf dem 46. Rang. Das Resultat ist ja sowieso sekundär. Ich konnte auch heute wieder super viel lernen und ich denke, auch diese harte Etappe wird mich im Hinblick auf die Bikerennen weiterbringen. Morgen stehen nochmals 152 Kilometer auf dem Programm, bevor die Rundfahrt leider schon wieder zu Ende ist.

 

09.04.2010, 1. Etappe, 137 km (1800 Hm)

Heute Freitag stand die erste Etappe mit 137 Kilometern und 1800 Höhenmeter auf dem Programm. Ich muss ehrlich gestehen, als ich am Start stand, da bekam ich regelrecht Hühnerhaut. Am Strassenrand standen zahlreiche Zuschauer als ich und meine 153 Rennfahrerkollegen starteten. Die ersten 60 Kilometer führten ziemlich flach in die Berge. Doch gleich nach dem Start wurde gefahren, als ob es kein Morgen gäbe. Nach ca. 20 Kilometer gab es eine Windkante, welche prompt ausgenutzt wurde. Das Feld wurde in eine Einerreihe in die Länge gezogen und ich konnte nur mit grosser Mühe dran bleiben. Mit gut 60 km/h flogen wir über die Fläche. Vorne kam eine ca. 25 Mann starke Gruppe weg. Kurz vor dem ersten Anstieg wurde diese aber wieder gestellt. Am ersten Berg konnte ich dann ganz vorne mitfahren, doch leider war gut 1 km vor dem Bergpreis Schluss. Ich musste reissen lassen und fand mich in der Zweiten Gruppe wieder. Danach folgte der bekannte Col Puig Major mit 900 Höhenmetern. Ich konnte mich immer in den vordersten Positionen aufhalten, doch ich musste leiden wie ne "Sau". Vom Bergpreis gings dann bis auf zwei kurze Gegensteigungen runter und die letzten 25 km flach ins Ziel. Am Schluss kam ich im Feld auf dem 57. Rang ins Ziel. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag über 40 km/h, eine wirklich krasse Etappe. Es machte enorm viel Spass und ich freue mich auf Morgen.

 

08.04.2010, Prolog Vuelta Mallorca

Nach dem gestrigen ziemlich ruhigen Reisetag stand heute Donnerstag der Prolog zur Mallorca Rundfahrt auf dem Programm. Leider wurde die Strecke von 6 Kilometern auf ca. 2.3 km gekürzt. Die Strecke war allerdings genau auf der gegenüberliegenden Seite der Insel. Da wir in Palma im Hotel sind, mussten wir zuerst die gesamte Insel durchqueren. Die Strecke war einfach. etwas über 1 km in die eine Richtung, danach eine 180° Kurve und danach wieder zurück. Das einzig wirklich harte daran war der enorme Gegenwind in die eine Richtung. Ich benötigte genau 3 Minuten und war damit 126 er. Ich musste selber etwas schmunzeln, als ich die Rangliste sah. Doch mit einem normalen Strassenvelo gegen die Zeitfahrmaschinen der Ersten und auf diese Distanz konnte ich nicht wirklich viel erwarten. Es war trotzdem ein cooles Erlebnis, doch ich denke, ich werde mich definitiv nie mit einer solchen Disziplin anfreunden können.

 

7.-11. April Mallorca Rundfahrt

So, nun sind die Osterfeiertage vorbei. Da ich zum Glück keine Schokolade mag, fallen mir diese Tage nicht sehr schwer, andere klagen da über etwas mehr Probleme. Ich nutzte die Zeit, um noch einmal viel zu trainieren. Es war das letzte rennfreie Wochenende für längere Zeit. Ab nun werde ich bis im Juli an jedem Wochenende an einem Rennen sein. Morgen Mittwoch werde ich zusammen mit Ralph Näf, Sepp Freiburghaus, Thomas Litscher, Martin Gujan, Pascal Meyer und Christian Schneeberger nach Mallorca an die Vuelta Mallorca fliegen. Die viertägige Strassenrundfahrt dient als Vorbereitung für die kommenden Cross Country Weltcuprennen sowie für die ersten Marathonrennen. Auf dem Programm stehen neben dem Prolog vom Donnerstag drei Etappen mit einer Gesamtlänge von 382 Kilometern. Ich freue mich riesig auf dieses Rennen. Mein letztes richtige Strassenrennen war der Junioren Weltcup GP Rüebliland vor 3 Jahren. Mal schauen, ob ich mich in diesem starken Feld behaupten kann. Am Start sind rund 24 Mannschaften.

Alle Infos zur Rundfahrt unter: http://www.vueltamallorca.com/cinturon2010/

 

28. März 2010

Saisonauftakt in Buchs

Heute startete ich in Buchs SG zum Saisonauftakt der Schweizer Mountainbike Serie. Buchs war ebenfalls das erste grosse Rennen in Europa, wodurch die Besetzung enorm stark war. So bot sich mir nach Zypern gleich erneut die Gelegenheit, mich mit der Weltspitze zu messen.

Am Start standen über 80 Fahrer und ich ging mit der Nummer 35 ins Rennen. Der starke Regen machten die Strecke zu einem extrem kräftezehrenden Schlammfest. Ich konnte gut starten und fuhr nach der ersten Runde an 16 er Stelle. Bis zum Anfang der 6ten von 7 Runden konnte ich mich konstant in den Rängen um Platz 20ig halten, doch in den letzten beiden Runden verliessen mich dann leider etwas die Kräfte. Am Schluss landete ich auf Rang 29. Bis auf die letzten beiden Runden bin ich zufrieden. Auch darum, weil ich die vergangenen zwei Wochen wieder einmal meine bekannten psychischen Probleme hatte und eigentlich gar nicht starten wollte. 

Nun hoffe ich, dass ich auch noch meine Stirnhöhlen Erkältung gut auskurieren kann und dann in zwei Wochen bei der Mallorca Rundfahrt richtig fit an den Start gehen kann.

 

28. März 2010

Herzlich willkommen auf meiner neuen Website! Hier findest du in Zukunft nebst allen aktuellen News und Rennberichten sämtliche Infos über meine Person und mein Team!

Ich hoffe Du findest Dich zurecht und wünsche Dir viel Spass beim surfen!

 

13. März 2010
Konny's Webseite ist am entstehen ... stay tuned...